Professionelle Visualisierungen für das Vorranggebiet Weißer Stein/Hoher Nistler

Visualisierung Standort 2, Szenario a)

Das hier gezeigte Panorama zeigt den Blick auf den Weißen Stein mit den geplanten Windkraftanlagen, wie sie im Vorranggebiet Weißer Stein/Hoher Nistler errichtet würden. Die Visualisierung wurde mithilfe geographischer Informationssysteme (GIS) erstellt und macht sichtbar, wie stark das bisher unberührte, zusammenhängende Waldgebiet durch die Anlagen verändert würde.

Öffentlich zugängliche Darstellungen dieser Art sind bislang kaum verfügbar – selbst in den offiziellen Unterlagen der Gemeinde Dossenheim und Schriesheim zum Bürgerentscheid wird das Landschaftsbild noch ohne Windkraftanlagen gezeigt. Dieses Bild soll veranschaulichen, welche Auswirkungen eine Entscheidung für den Bau von Windkraftanlagen auf das Landschaftsbild und den Naturraum hätte.

Unter dem folgenden Link finden Sie weitere Erläuterungen zu den Visualisierungen der unterschiedlichen Szenarien: Visualisierung-weisser-stein-hoher-nistler

Aktueller Planungsstand Vorranggebiet HD/RNK-VRG01-W, Teilregionalplan Windenergie, Verband Region Rhein-Neckar, eigene Grafik, Karte: mapbox

Geplante Typen von Windindustrieanlagen:
Laut Informationsbroschüre der Gemeinden ist der Einsatz der Enercon E175 EP5 E2 vorgesehen. Diese Anlage hat einen Rotordurchmesser von 175 Metern und eine Nabenhöhe von bis zu 175 Metern, was zu einer Gesamthöhe von etwa 260 Metern führt. Diese Dimensionen wurden der Modellierung zugrunde gelegt.

Mögliche Fläche:
Das Vorranggebiet HD/RNK-VRG01-W umfasst laut der Fortschreibung des Teilregionalplans Windenergie (Verband Region Rhein-Neckar, Stand November 2023) eine Fläche von 479.9 Hektar. In der Informationsbroschüre der Gemeinden Schriesheim und Dossenheim heißt es, dass aufgrund von unterschiedlichen Bedenken im westlichen Teil des derzeitigen Vorranggebietes (vor der Hangkante) vorerst vier von Pionext angebotenen Windenergieanlagen aus dem Planungsprozess heraus genommen wurden. Ungeachtet dessen bleibt dennoch potenziell die gesamte Fläche verfügbar.

a) Szenario „Gemeindeplanung“:

Nach der Informationsbroschüre der Gemeinden sind zunächst nur vier Anlagen vorgesehen. Angesichts der potenziellen Ausdehnung des Vorranggebiets wirkt dies als eine Art „Beruhigungsplanung“, um mögliche Bedenken bezüglich des Landschaftsbildes zu dämpfen. Bereits jetzt sprechen die Kommunen allerdings von einer möglichen Erweiterung um vier zusätzliche Anlagen, die an der westlichen Hangkante entstehen könnten. Auch der südliche Bereich Richtung Heidelberg böte Raum für mindestens drei bis vier weitere Anlagen.

Szenario a): „Gemeindeplanung“ laut Informationsbroschüre Schriesheim/Dossenheim, eigene Grafik, Karte: mapbox
Szenario a): Kameraausrichtung und Lage der Windindustrieanlagen, Karte: mapbox
Visualisierung Standort 1, Szenario a)

b) Szenario „volle Ausnutzung des Vorranggebiets“:

Unter der Annahme, dass das gesamte Gebiet als Vorrangfläche ausgewiesen würde und die Ausdehnung senkrecht zur Hauptwindrichtung berücksichtigt wird, ließen sich etwa elf Windkraftanlagen sinnvoll platzieren – ohne größere gegenseitige Abschattungseffekte.
Eine darüber hinausgehende Verdichtung wäre aufgrund der Topographie und der zu erwartenden Windabschattung in „zweiter Reihe“ kaum realisierbar.

Szenario b): „Volle Ausnutzung des Vorranggebietes“, Ausnutzung der Topologie, eigene Grafik, Karte: mapbox
Szenario b): Kameraausrichtung und Lage der Windindustrieanlagen, Karte: mapbox
Visualisierung Standort 1, Szenario b)
Szenario a): Kameraausrichtung und Lage der Windindustrieanlagen, Karte: mapbox
Visualisierung Standort 2, Szenario a)
Szenario b): Kameraausrichtung und Lage der Windindustrieanlagen, Karte: mapbox
Visualisierung Standort 2, Szenario b)

Unter dem folgenden Link finden Sie den original Beitrag des Gegenwind Weinheim e.V. und weitere Erläuterungen zu den Visualisierungen der unterschiedlichen Szenarien: