Der Verband Region Rhein-Neckar hat entschieden, die Fläche am Lammerskopf, dem FFH-geschützten Waldgebiet zwischen Ziegelhausen und dem Steinachtal, nicht als Windvorranggebiet in den Teilregionalplan aufzunehmen. Ein Antrag von Heidelbergs Oberbürgermeister Würzner, die Fläche doch aufzunehmen, scheiterte im Planungsausschuss mit großer Mehrheit (7 zu 34). Die Verbandsversammlung bestätigte diese Entscheidung am 12. Dezember.
Ein vom regionalen Betreiberkonsortium beauftragtes Umweltgutachten hatte zwar auf einem Drittel der Fläche Möglichkeiten für Windräder gesehen, wurde von NABU und BUND jedoch wiederholt als nicht neutral und fehlerhaft kritisiert. Beide Verbände begrüßen die Entscheidung gegen den Lammerskopf als Vorranggebiet.
Würzner will das Projekt nun über einen städtischen Bebauungsplan eigenständig vorantreiben und verweist auf den steigenden Strombedarf in der Metropolregion, der sich laut einer Fraunhofer-Studie in den nächsten 20 Jahren verdoppeln soll. Die politische Auseinandersetzung um den Standort ist damit nicht beendet.

