Gern wird das Argument benutzt, dass die Rodung, die für Windräder im Wald nötig ist, vergleichbar ist, mit der Rodung, die durch den jährlichen Holzeinschlag ohnehin vorgenommen wird. Folgendes dazu:
Die großen begradigten, verdichteten und geschotterten Flächen, die für Windräder im Wald angelegt werden und dort verbleiben, sind in keiner Weise mit der normalen Forsttätigkeit vergleichbar. Zu den Flächen um die eigentlichen Standorte der Windräder kommt eine enorm verbreiterte Zuwegung und Lagerflächen, die insgesamt für viel Hitze und Trockenheit im Wald sorgen. Eine gute Forstwirtschaft entnimmt dagegen naturschonend Bäume an weit verteilten Stellen (siehe auch Ökosystem Wald).
Der renommierte Waldökologe Pierre Ibisch warnt eindringlich vor Windrädern im Wald. Nach seiner Einschätzung profitieren Investoren, nicht die Umwelt. Auch naturferne Forste, die ursprünglich zur Holzproduktion dienten, übernehmen wichtige ökologische Funktionen: Sie speichern Kohlendioxid, stabilisieren das Klima und fördern den Wasserhaushalt. (Siehe auch: Windräder im Wald: Wie der Ausbau der Windkraft Deutschlands Wälder zerstört)

